Sonny Hayes und der neue Formel-1-Film von Brad Pitt

Der Name Sonny Hayes ist in den vergangenen Monaten immer wieder in Interviews, in Boxengassen und in den Sozialen Medien aufgetaucht. Apple Original Films, Warner Bros. und die Formula 1 haben gemeinsam den Kinofilm F1 The Movie veröffentlicht, in dem Brad Pitt die Hauptfigur Sonny Hayes spielt. Wer diese Figur ist, woher sie stammt und wie sie mit dem realen Rennzirkus verknüpft ist, lässt sich inzwischen gut nachvollziehen.

Der Film verbindet Spielfilm-Ästhetik mit echten Grand-Prix-Wochenenden und hat in den Saisons 2023 und 2024 zwischen realen Trainings, Qualifyings und Rennen gedreht. Wer Sonny Hayes verstehen will, sollte die fiktive Figur, die reale Inspiration und die Verflechtung mit dem heutigen Formel-1-Betrieb getrennt betrachten. Genau das leistet dieser Text.

Wer ist Sonny Hayes im Film?

Sonny Hayes wird im Film als ehemaliger Formel-1-Fahrer vorgestellt, der nach einer schweren Verletzung und einer langen Pause in die Königsklasse des Motorsports zurückkehrt. Er ist kein Serienweltmeister, der seine Bilanz aufpoliert, sondern ein erfahrener Routinier mit sichtbaren Narben. Sein Fahrstil wird im Film als rau, intuitiv und risikobereit beschrieben. Er fährt mit dem Instinkt eines Piloten, der schon einmal ganz oben und einmal ganz unten war.

Sein Team im Film ist die fiktive Mannschaft APXGP. Dort wird er als erfahrener Teamkollege neben dem jungen Rookie Joshua Pearce, gespielt von Damson Idris, eingesetzt. Diese Konstellation, alt gegen jung, Erfahrung gegen Speed, Risiko gegen Disziplin, bildet das eigentliche Rückgrat der Handlung. Pearce bringt die rohe Geschwindigkeit mit, Hayes die Übersicht und die Bereitschaft, Grenzen zu verschieben.

Im Verlauf des Films zeigt sich, dass Sonny Hayes kein simpler Comeback-Held ist. Er kämpft nicht nur auf der Strecke, sondern auch mit Fragen, die viele reale Piloten betreffen: Wie viel Risiko vertretbar ist, wann der Körper nicht mehr mitmacht und wie viel Identität ein Fahrer in seinen Beruf steckt. Diese Mischung aus sportlichem Übermut und menschlicher Verletzlichkeit macht den Charakter für ein breites Publikum greifbar.

Visuell funktioniert Hayes über das klassische Bild des Einzelgängers. Er gibt wenige Sponsorentermine, spricht in kurzen Sätzen mit seinem Renningenieur und reagiert auf Teamorder mit einem Achselzucken. Damit bedient der Film ein Motorsport-Klischee, das gleichzeitig stimmig wirkt, weil die reale Formel 1 ähnliche Typen immer wieder hervorgebracht hat.

Wer hat die Figur Sonny Hayes inspiriert?

Brad Pitt hat in Interviews bestätigt, dass die Hintergrundgeschichte von Sonny Hayes auf einem realen Unfall basiert. Konkret nannte er den schweren Crash von Martin Donnelly im Jahr 1990. Damals verunglückte der Nordire im Training zum Großen Preis von Spanien in Jerez und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Pitt erklärte, dass Donnelly dem Filmteam eigenes Filmmaterial zur Verfügung gestellt hat und dass die Figur um diese Erfahrung herum aufgebaut wurde.

Das bedeutet nicht, dass Sonny Hayes ein direktes Porträt von Donnelly ist. Vielmehr greift die Figur die Idee eines Fahrers auf, der nach einer schweren Verletzung weiterfahren will, obwohl ihm bewusst ist, dass eine zweite Chance im Formel-1-Cockpit nicht selbstverständlich ist. Pitt sagte dazu, Donnelly sei „so gracious“ gewesen, dem Team Einblick in sein eigenes Archiv zu geben. Diese Offenheit habe es ermöglicht, eine glaubwürdige Vorgeschichte zu schreiben, ohne den realen Unfall einfach nachzustellen.

Die Verbindung zwischen Filmfigur und realem Fahrer wird in dem offiziellen Bericht von Formula1.com zur Inspiration für Sonny Hayes ausführlich dargestellt.

Im Hintergrund wirkt zudem die Geschichte der Sicherheitsentwicklung in der Formel 1 nach. Donnellys Unfall liegt in einer Phase, in der die Sicherheitsstandards im Cockpit noch deutlich hinter dem heutigen Niveau lagen. Der Film greift diese historische Realität auf, ohne sie in eine reine Lehrstunde zu verwandeln.

Sonny Hayes im Vergleich zu echten F1-Fahrern

Die Figur bewegt sich zwischen mehreren realen Vorbildern. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Aspekte mit welchen Fahrern oder Ereignissen am ehesten in Verbindung gebracht werden.

Element der Figur Reale Referenz Wie es im Film verwendet wird
Schwerer Unfall als Wendepunkt Martin Donnelly, Jerez 1990 Hintergrundgeschichte der Figur
Comeback nach langer Pause Allgemeine reale Comebacks in der F1 Plot-Anlass für die Rückkehr in die Königsklasse
Mentor-Rolle neben einem Rookie Erfahrene Fahrer als Teamkollegen Spannungsfeld zwischen Hayes und Pearce
Späte Karrierephase Verschiedene Routiniers im Fahrerfeld Reife und Risikoabschätzung im Cockpit
Reale Rennstrecken Grand-Prix-Wochenenden 2023 und 2024 Dreharbeiten zwischen realen Sessions
Sturzhelm und Renningenieur Standardausrüstung im heutigen F1-Betrieb Authentische Optik der Cockpitszenen

Brad Pitt hat in dem oben verlinkten Bericht betont, dass Donnelly das Filmteam sehr offen empfangen hat. Gleichzeitig ist Sonny Hayes keine biografische Annäherung, sondern eine filmische Figur, die reale Mechanismen des Sports aufgreift und in eine fiktive Handlung einbettet. Das unterscheidet den Film von reinen Biopics, die Ereignisse möglichst exakt nachzeichnen.

Wie realistisch ist die Figur im Vergleich zur echten F1?

Ein wichtiger Punkt bei jedem Motorsportfilm ist die Frage, wie nah Figuren und Szenen an der Realität sind. Im Fall von Sonny Hayes lassen sich mehrere Ebenen unterscheiden.

  • Persönlichkeit und Verhalten: Sonny Hayes verkörpert das Klischee des Einzelgängers im Fahrerlager, der wenig Wert auf Sponsorentermine legt und im Cockpit am stärksten wirkt. Solche Charaktere gibt es in der Formel 1 immer wieder, auch wenn die meisten Fahrer heute deutlich medienaffiner auftreten.
  • Karriereweg: Ein Comeback nach schwerem Unfall ist in der Formel 1 selten. Der bekannteste historische Vergleich ist Niki Lauda, der nach seinem Feuerunfall 1976 nur sechs Wochen später wieder im Cockpit saß. Ein ähnlicher, wenngleich weniger extremer Fall ist das Comeback von Romain Grosjean nach seinem Unfall in Bahrain 2020, allerdings außerhalb der Formel 1.
  • Teamstruktur: Das fiktive APXGP-Team ist eine Erfindung. Ein siebtes oder achtes Team im aktuellen Starterfeld existiert nicht, was die Handlung deutlich von der heutigen Teamstruktur abgrenzt. Wer die aktuelle Teamlandschaft kennt, sieht sofort, dass APXGP als Platzhalter für ein typisches Mittelfeldteam funktioniert.
  • Medienarbeit: Im Film tauchen klassische Pressekonferenzen und Medienrunden auf, allerdings verkürzt. Die reale Formel 1 kennt einen deutlich höheren Aufwand rund um Pflichttermine, Interviews und Content-Produktion für die Teams.

Für Zuschauerinnen und Zuschauer ohne tiefes F1-Wissen bleibt die Figur trotzdem nachvollziehbar, weil sie mit universellen Themen wie Verletzlichkeit, Neid und Loyalität verknüpft ist. Wer bereits F1-Saisonrennen verfolgt, erkennt zusätzlich die visuellen Details zurück, die das Filmteam während der Dreharbeiten eingefangen hat. Dazu gehören die typischen Boxenmauern, das Layout der Boxengasse und die wiederkehrenden Kameraperspektiven aus dem Onboard-Bereich.

Die Dreharbeiten: echte Wochenenden statt Studio

Ein Großteil des Films wurde an realen Grand-Prix-Wochenenden gedreht. Das bedeutet, dass die Filmszenen zwischen den Trainings, Qualifyings und Rennen der Saisons 2023 und 2024 entstanden sind. Brad Pitt hat in Interviews beschrieben, wie das Team Zugang zu den Mannschaften und zur FIA erhalten hat und wie viel Aufwand nötig war, um realistische Szenen zu produzieren.

Einige Aspekte der Produktion sind aus den verfügbaren Quellen klar belegbar:

  • Brad Pitt durfte im McLaren-Boliden von 2023 am Circuit of the Americas selbst fahren.
  • Es gab Aufnahmen im Simulator bei Mercedes.
  • Lewis Hamilton wird im Formel-1-Bericht zur Figur als Mitwirkender am Drehbuch erwähnt.
  • Die Filmszenen entstanden unter Mitwirkung der Teamchefs der realen Teams.
  • Das Filmteam filmte sowohl an europäischen Klassikern als auch an Übersee-Rennen, um eine breite Streckenauswahl abzudecken.

Welche Filmszenen im Detail auf welchem realen Wochenende basieren, ist nicht in jedem Fall öffentlich dokumentiert. Bekannt ist aber, dass die Mischung aus Spielfelddrehs und Grand-Prix-Aufnahmen einen Großteil der Optik ausmacht, die viele Zuschauerinnen und Zuschauer mit echtem Rennsport verwechseln. Gerade in den Boxengassenszenen wirken die Übergänge zwischen echtem Renngeschehen und Inszenierung fließend, was den dokumentarischen Eindruck verstärkt.

Die Logistik hinter dieser Produktion war enorm. Während eines Grand-Prix-Wochenendes laufen im Hintergrund TV-Produktionen, Hospitality-Bereiche und Teamlogistik parallel. Dass ein Filmteam zusätzlich Kameraarbeit, Maske, Licht und Schauspielführung unterbringen konnte, zeigt, wie weit die Kooperation mit dem Sport selbst gegangen ist. Wer die Hintergründe dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen Hollywood-Produktion und Rennserie genauer nachvollziehen will, findet die Aussagen von Brad Pitt und die offiziellen Belege in dem Bericht auf Formula1.com zur Inspiration hinter Sonny Hayes, which provides useful background for this point.

Welche F1-Fahrer kommen im Film vor?

Abseits der fiktiven Figuren sind in F1 The Movie auch reale Fahrer der Gegenwart zu sehen. Das unterscheidet das Projekt von vielen früheren Rennsportfilmen, in denen Doubles oder digitale Gesichter eingesetzt werden, um bekannte Sportler zu imitieren. Im Fall von F1 The Movie war die Kooperation eng genug, dass Fahrer in Szenen integriert werden konnten, ohne dass ihr Auftritt wie ein reines Werbe-Cameo wirkt.

Welche Fahrer konkret wie auftreten, hängt von der jeweiligen Schnittfassung ab. Sicher belegt sind aus dem oben verlinkten Bericht:

  • Brad Pitt fuhr selbst einen McLaren der Saison 2023 am Circuit of the Americas.
  • Lewis Hamilton hat das Drehbuch mitentwickelt und Türen zu Teams geöffnet.
  • Aktuelle Fahrer haben den Film nach Premieren in New York und London überwiegend positiv kommentiert.

Eine vollständige Liste aller Cameos oder Kurzauftritte ist bisher nicht in einer einzelnen offiziellen Quelle zusammengefasst. Wer genau wissen will, welche Piloten in welcher Szene zu sehen sind, muss in Filmrezensionen oder auf Videokanälen mit Rennsportbezug nachschauen. Klar ist aber, dass der Film den Respekt vor dem aktuellen Fahrerfeld bewahrt und keine komödiantischen Überzeichnungen sucht, wie sie in älteren Motorsportfilmen üblich waren.

Boxoffice, Veröffentlichung und Sichtbarkeit

F1 The Movie feierte Premieren in New York und London. Über den genauen Einspielverlauf nach dem Kinostart in Deutschland und über die weitere Verbreitung über Streamingdienste wie Apple TV+ liegen unterschiedliche Angaben vor, da sich Veröffentlichungsmodelle während der ersten Wochen nach Kinostart häufig ändern. Wer den Film sehen will, sollte vor dem Kinobesuch die aktuellen Spielzeiten prüfen und parallel die Verfügbarkeit im eigenen Streamingabo kontrollieren.

Aspekt Status Quelle
Kinostart in Deutschland Im Kino angelaufen Verleihankündigungen
Streamingverfügbarkeit Spätere Veröffentlichung über Apple TV+ erwartet Allgemeine Branchenberichte
Reale Rennstrecken im Film Ja, Grand-Prix-Wochenenden 2023 und 2024 Formel-1-Bericht zur Figur
Reale Fahrer im Film Mehrere Auftritte bestätigt Formel-1-Bericht zur Figur
Weltpremieren New York und London Formel-1-Bericht zur Figur

Welche Reichweite der Film im Vergleich zu anderen Sportfilmen wie Rush oder Le Mans 66 erreicht, lässt sich erst einige Wochen nach dem Kinostart seriös einschätzen. Auffällig ist allerdings, dass die Marketingstrategie mit dem Mix aus Kinostart und Streamingveröffentlichung dem Modell anderer großer Sportproduktionen folgt. Das spricht dafür, dass die Produzenten bewusst auf ein doppeltes Publikum aus Kinogängern und Streamingabonnenten setzen.

Welche Themen bedient der Film rund um Sonny Hayes?

Über die Rennszenen hinaus greift F1 The Movie mehrere Themen auf, die in der Formel 1 seit Jahren diskutiert werden.

  • Altersgrenze im Cockpit: Wie lange kann ein Fahrer auf Top-Niveau fahren? Diese Frage stellt sich bei Sonny Hayes in besonderer Schärfe, weil er für ein Comeback bereits deutlich jenseits des üblichen Leistungsalters ist. Der Film zeigt die körperliche Belastung, ohne sie reißerisch auszuschlachten.
  • Mentoring: Das Verhältnis zwischen Hayes und Pearce behandelt die Frage, wie viel Verantwortung ein erfahrener Pilot für einen jungen Teamkollegen übernimmt. Es geht dabei nicht nur um Datenfreigabe nach dem Qualifying, sondern um Vertrauen, Eitelkeit und Rivalität innerhalb desselben Boxenhauses.
  • Verletzungen und Sicherheit: Mit der Inspiration durch Martin Donnelly rückt das Thema Sicherheit im Motorsport in den Vordergrund, ohne den Unfall selbst zu verherrlichen. Der Film setzt auf die menschliche Seite, nicht auf spektakuläre Crash-Sequenzen.
  • Generationenkonflikt: Die Gegenüberstellung von Routinier und Rookie erinnert an Konstellationen, wie sie in der echten F1 zwischen Fahrern unterschiedlicher Altersklassen immer wieder vorkommen. Der Film überträgt diese Dynamik in eine Spielfilmhandlung, die auch ohne Vorwissen funktioniert.
  • Identität und Beruf: Sonny Hayes stellt sich die Frage, wer er ohne das Cockpit ist. Das ist ein Motiv, das viele Spitzensportler betrifft, in der Formel 1 aber durch den kurzen Karrierezeitraum besonders sichtbar wird.

Wer sollte sich den Film anschauen?

Der Film funktioniert für unterschiedliche Zielgruppen, auch wenn der Grad des Vorwissens stark variieren darf.

  • F1-Fans: Erkennen reale Strecken, hören vertraute Funkansagen und sehen Fahrer des aktuellen Feldes in Cameo-Auftritten. Sie achten zudem auf Details wie Boxenstopp-Choreografie, Reifenwahl und Windschattenverhalten.
  • Sportfans allgemein: Bekommen einen Einstieg in die Dynamik zwischen Teams, Fahrern und Sponsoring, ohne dass technisches Vorwissen nötig ist.
  • Pitt-Fans: Sehen den Schauspieler in einer Hauptrolle, die physisch anspruchsvoll und gleichzeitig emotional zurückhaltend ist. Pitt trägt den Film über weite Strecken allein über Präsenz und Timing.
  • Kinogänger ohne Motorsportbezug: Können der Handlung folgen, weil Figurenkonflikte klar angelegt sind und Szenen nicht nur durch Fachjargon funktionieren. Wer nie eine Formel-1-Übertragung gesehen hat, versteht trotzdem, worum es geht.

Kritikerinnen und Kritiker haben bisher betont, dass der Film trotz seiner Länge von über zwei Stunden zugänglich bleibt und sich nicht in technischen Details verliert. Wer eine sehr strenge motorsportliche Perspektive anlegt, wird einzelne Vereinfachungen finden, etwa bei Fahrzeugtechnik oder Boxenstrategie. Das ist bei Spielfilmen dieses Formats allerdings eher die Regel als die Ausnahme.

Sonny Hayes im Kontext anderer Formel-1-Filme

Die Formel 1 hat im Kino keine lange Tradition verglichen mit anderen Sportarten. Dennoch lassen sich Vergleiche ziehen, die helfen, den Anspruch von F1 The Movie einzuordnen.

Film Epoche Realitätsnähe Themenfokus
Rush 1970er Jahre Hoch, an reale Begebenheiten angelehnt Rivalität zweier Fahrer
Le Mans 66 1960er Jahre Historisch, technische Details Herstellerduell Ford gegen Ferrari
Driven 1990er Jahre Stark fiktional Innensicht des Fahrerlagers
Grand Prix 1960er Jahre Hohe Detailtreue, dokumentarische Optik Risiko und Alltag im Rennzirkus
F1 The Movie Gegenwart Mix aus Realfilm und Spielfelddrehs Comeback, Generationen, Identität

Sonny Hayes hebt sich von früheren Figuren ab, weil er kein klarer Sieger ist und der Film seinen Fokus auf die menschlichen Kosten des Sports lenkt, ohne in reine Tragik abzukippen. Wo Rush eine bipolare Rivalität erzählt und Le Mans 66 ein Herstellerduell inszeniert, geht es in F1 The Movie stärker um Innenansichten eines alternden Piloten. Diese Verschiebung passt zum aktuellen Formel-1-Publikum, das zunehmend auch die persönlichen Geschichten der Fahrer verfolgt.

Häufige Missverständnisse rund um Sonny Hayes

Rund um den Film sind mehrere Annahmen im Umlauf, die sich bei näherer Betrachtung nicht halten lassen.

  • Sonny Hayes basiert direkt auf Martin Donnelly. Donnelly lieferte Inspiration, Hayes ist eine fiktive Figur, die seine Erfahrung verarbeitet. Wer beide vergleicht, sieht schnell, dass Hayes Lebensweg in vielen Punkten eigenständig ist.
  • Der Film wurde komplett im Studio gedreht. Große Teile entstanden an realen Grand-Prix-Wochenenden, gestützt auf die Mitarbeit der Teams. Die Studioanteile beschränken sich vor allem auf Innenräume, Cockpit-Inserts und Teile der Boxengassen-Sets.
  • APXGP ist ein echtes Team. APXGP ist eine fiktive Mannschaft, die für die Handlung erfunden wurde. Es gibt in der realen Startaufstellung der Formel 1 kein Team mit diesem Namen.
  • Brad Pitt hat ein vollständiges Formel-1-Rennen bestritten. Er hat einen McLaren am Circuit of the Americas gefahren, aber nicht an einem Grand-Prix-Wochenende teilgenommen. Die Runden fanden im Rahmen des Drehs statt, nicht im offiziellen Renngeschehen.
  • Der Film ersetzt dokumentarische Formel-1-Berichterstattung. F1 The Movie ist ein Spielfilm mit dokumentarischer Anmutung, keine Reportage. Wer tiefer in reale Abläufe einsteigen will, ist bei offiziellen Formel-1-Sendungen besser aufgehoben.

Diese Punkte zeigen, wie leicht sich Berichte über den Film vermischen. Wer die Fakten zur Figur und ihrer Hintergrundgeschichte sauber trennen will, sollte offizielle Quellen heranziehen und Berichte aus zweiter Hand nicht ungeprüft übernehmen.

Was bleibt vom Film über das Kino hinaus?

Ob F1 The Movie langfristig das Bild der Formel 1 in der breiten Öffentlichkeit verändert, lässt sich noch nicht absehen. Klar ist, dass der Film mehrere Diskussionen angestoßen hat.

  • Wie viel Romantik verträgt der moderne Profisport?
  • Lassen sich Comebacks nach schweren Unfällen glaubwürdig erzählen, ohne die Realität zu verklären?
  • Wie weit darf sich ein Spielfilm an reale Sportevents anlehnen?
  • Bleibt das Interesse am Formel-1-Sport auch außerhalb der Rennwochenenden hoch, wenn ein Film den Ton setzt?

Für die Formel 1 selbst bedeutet der Film eine zusätzliche Plattform, um jüngere Zielgruppen zu erreichen, die bisher keinen direkten Bezug zum Sport hatten. Inwieweit das gelingt, hängt weniger von Brad Pitt oder Sonny Hayes ab als davon, wie gut der Film dauerhaft im Gespräch bleibt. Vergleichbare Effekte gab es nach Drive to Survive, das die Formel 1 in den Vereinigten Staaten populärer gemacht hat. Ob F1 The Movie einen ähnlichen Schub erzeugt, wird sich in den Einspielzahlen und im Streamingverhalten der kommenden Monate zeigen.

Festhalten lässt sich, dass der Film den Sport nicht neu erfunden, aber sichtbarer gemacht hat. Die Kombination aus Starschauspieler, realen Strecken und einem fiktiven Team ist ein Spagat, der in dieser Form selten gewagt wurde. Sonny Hayes bleibt damit mehr als nur eine Filmfigur. Er ist ein Vehikel, um den Motorsport einem Publikum nahezubringen, das bisher nur am Rand davon gehört hat.

FAQ: Häufige Fragen

Wer spielt Sonny Hayes im Film?

Brad Pitt übernimmt die Hauptrolle des Sonny Hayes. An seiner Seite spielt Damson Idris den jungen Rookie Joshua Pearce beim fiktiven Team APXGP.

Ist Sonny Hayes eine reale Person?

Sonny Hayes ist eine fiktive Figur. Für die Hintergrundgeschichte ließ sich das Filmteam unter anderem von Martin Donnelly inspirieren, der 1990 in Jerez schwer verunglückte.

Welcher reale Fahrer hat Sonny Hayes inspiriert?

Brad Pitt hat in Interviews Martin Donnelly als Inspiration für die Hintergrundgeschichte der Figur genannt. Donnelly stellte dem Filmteam eigenes Material zur Verfügung und erlaubte es dem Team, seine Erfahrung in die Figur einfließen zu lassen.

Ist APXGP ein echtes Formel-1-Team?

Nein. APXGP ist eine fiktive Mannschaft, die speziell für die Handlung des Films geschaffen wurde. Es gibt in der realen Startaufstellung der Formel 1 kein Team mit diesem Namen.

Wo wurde F1 The Movie gedreht?

Die Dreharbeiten fanden zu einem großen Teil an echten Grand-Prix-Wochenenden während der Saisons 2023 und 2024 statt. Zusätzlich entstanden Szenen in Studios und in Simulatoren, unter anderem bei Mercedes.

Wie realistisch ist die Darstellung der Formel 1 im Film?

Der Film verbindet reale Rennstrecken und reale Fahrer mit fiktiven Figuren und einem erfundenen Team. Technische Details sind für Spielfilmzwecke vereinfacht, während Renndynamik und Streckenoptik nah an der Realität gedreht wurden.

Welche Themen behandelt Sonny Hayes?

Im Zentrum stehen ein spätes Comeback, das Verhältnis zwischen Routinier und Rookie sowie der Umgang mit körperlichen Grenzen und früheren Verletzungen. Hinzu kommen Mentoring, Generationenkonflikt und die Frage nach der eigenen Identität jenseits des Cockpits.

Wann und wo läuft F1 The Movie in Deutschland?

Der Film ist im Kino angelaufen. Spielzeiten und verfügbare Sprachfassungen sollten vor dem Besuch über die Webseiten der Kinos geprüft werden. Eine spätere Veröffentlichung über Apple TV+ ist nach Branchenlage vorgesehen.

Gibt es bekannte Formel-1-Fahrer im Film?

Im Film treten reale Fahrer des aktuellen Feldes in kurzen Auftritten auf. Auch Brad Pitt selbst hat einen McLaren der Saison 2023 am Circuit of the Americas gefahren. Lewis Hamilton war laut dem Bericht von Formula1.com zudem am Drehbuch beteiligt.

Was unterscheidet Sonny Hayes von anderen Motorsportfilmen?

Anders als viele vorherige Filme kombiniert das Projekt Spielfelddrehs mit echtem Rennbetrieb und rückt die menschliche Seite eines alternden Piloten in den Mittelpunkt, ohne in reine Action abzukippen. Damit steht der Film näher an Charakterstudien als an klassischen Rennfilmen.

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